Fünf Gegentore in 13 Minuten

Auf tiefem Rasen benötigten unsere Frauen zu Beginn der Partie etwas Zeit, um sich zu sortieren und um ins Spiel zu finden. Nach etwa zehn Minuten hatten sie sich dann aber besser orientiert und schafften es, dem 1. FFC Recklinghausen mehr entgegenzusetzen. Die Gastgeberinnen gelangten zwar dennoch einige Male gefährlich vor das Freudenberger Tor, der Fortuna gelang es aber zunächst, einen Gegentreffer zu verhindern.

Auf der Gegenseite setzten unsere Frauen die Spielerinnen des 1. FFC bereits früh unter Druck und kamen dadurch auch zu einigen wichtigen Ballgewinnen in der gegnerischen Hälfte. Die beste Chance hatte dadurch Luisa Krämer, die nach schnellem Freudenberger Umschaltspiel aufs gegnerische Gehäuse zulief, den Ball aber leider nur an die Latte schoss. Auch in einigen anderen Situationen spielte die Fortuna gut nach vorne, am Ende fehlte aber die letzte Konsequenz, um einen Treffer zu erzielen.

Was die „Flecker“ verpassten, gelang fünf Minuten vor der Pause dann der Heimmannschaft. Torschützin war Katharina Rogalla, die den Ball nach einem Freistoß aus dem Halbfeld per Kopf unhaltbar für Fortuna-Torfrau Ann-Kathrin Stötzel ins lange Eck verlängerte (40.). So ging die Fortuna mit einem 0:1 in die Pause, obwohl sie eine gute erste Halbzeit gezeigt und etwas unnötig in Rückstand geraten waren.

Was sich dann aber zu Beginn der zweiten Hälfte abspielte, machte alle guten Vorsätze sowie den guten ersten Spielabschnitt der Freudenbergerinnen zu Nichte. Denn nach fünf Minuten ohne Gegentreffer, brachen ab der 52. Spielminute alle Dämme: Jennifer Eickelmann (52.), Anna Hettwer (57.), Katharina Rogalla (61.), Chiara Tat (63.) und Anna-Lena Klos (65.) sorgten für weitere Treffer und schraubten das Ergebnis somit innerhalb von 13 Minuten (!) auf 6:0 in die Höhe.

Das Einzige, was im anschließend noch positiv zu bemerken war, ist die Tatsache, dass die Fortuna nach dem sechsten Tor keinen weiteren Gegentreffer kassierte und es zumindest beim 0:6 blieb.

Im Anschluss an die Partie sah Freudenbergs Trainer Volker Poggel das 0:2 als entscheidenden Faktor: „Wenn das zweite Tor fällt, brechen bei uns alle Dämme. Einerseits sind ist es mit Sicherheit der Unerfahrenheit und Naivität der jungen Spielerinnen geschuldet, allerdings fehlt auch ein wenig die spielerisch-taktische Komponente.“

Die Aufstellung der Fortuna: Ann-Kathrin Stötzel – Steffi Alt, Louisa Saßmannshausen, Mareike Schirdewahn, Sina Saupe (Marie Stötzel) – Luisa Krämer (Sarah Decker), Sharleen Oppermann, Franziska Menn (Aileen Trottner), Stefanie Althaus, Pauline Fernholz – Lotta Fernholz

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