B-Juniorinnen gewinnen AOK-Hallenmasters

Der Jubel kannte keine Grenzen, als unsere B-Juniorinnen am Sonntagabend völlig überraschend das Endspiel des B-Juniorinnen AOK-Hallenmasters in Ibbenbüren gegen den Bundesligisten und absoluten Topfavoriten FSV Gütersloh mit 2:1 gewannen. Das Hallenmasters in Ibbenbüren gilt unter den Vereinen als inoffizielle Hallenwestfalenmeisterschaft, da hier jedes Jahr die besten 24 westfälischen Teams aus Bundesliga, Regionalliga, Westfalenliga und Bezirksliga in drei 8ter Gruppen an zwei Tagen den Sieger ermitteln. Dieses Jahr wurde das Turnier erstmalig nach Futsal-Regeln ausgetragen.

Dritter in der Vorrundengruppe C wurde unser Freudenberger Team, das erst im letzten Gruppenspiel die Tabellenführung mit einer 0:1-Niederlage gegen den Westfalenligakonkurrenten Warendorfer SU aus der Hand gab. Allerdings war der Viertelfinaleinzug für die Fortuna zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in Gefahr. So konnte das Team um das Trainergespann Mareike Schildt, Erik Schöbel und Sebastian Schirdewahn im letzten Gruppenspiel Körner sparen, denn im Viertelfinale musste es aufgrund der besonderen Konstellation erneut gegen die Warendorfer SU antreten, die sich mit dem Sieg die Tabellenführung gesichert hatte.

Die Fortuna-Mädchen hatten sich mit drei Siegen zu Beginn des Turniers schnell an die Spitze der Gruppe C gespielt. Während man im ersten Spiel gegen Bezirksligist BV Werther (3:1, 2x Leonie Wäschenbach, 1x Nele Müller) etwas Zeit brauchte, um in Schwung zu kommen, lief das zweite Spiel gegen den schweren Bezirksligagegner SuS Scheidingen (1:0, Hayat Jaber) schon etwas besser. Im dritten Spiel gegen SV Borussia Emsdetten (4:0, Rosa Schellmann, Hayat Jaber, Sinah Wüst, Merle Uebach) platzte dann der Knoten und die Mädchen spielten sich zeitweise in einen Rausch, so dass trotz der kleinen Tore immerhin vier Treffer erzielt werden konnten.

Im letzten Spiel am Samstag mussten die Fortuna-Mädchen gegen den Regionalligisten DSC Arminia Bielefeld allerdings einen kleinen 1:3-Dämpfer einstecken. Bielefeld hatte schon einige Punktverluste eingefahren und stand vor dem Spiel ziemlich unter Druck. Somit agierte die Arminia deutlich intensiver und letztlich auch effektiver. Verdient ging Bielefeld dadurch schnell mit 3:0 in Führung. Erst danach wurden unsere Spielerinnen wieder aktiver und bekamen die Partie wieder in den Griff. Man konnte durch Rosa Schellmann allerdings nur noch per 10-Meter-Strafstoß auf 1:3 verkürzen.

Am nächsten Morgen trumpfte Fortuna gegen das Bundesligateam vom VfL Bochum 1848 dann aber mit einem 2:1-Sieg wieder groß auf. Zwar ging Bochum in Führung, aber im Gegensatz zu einigen vorherigen Turnieren verlor unser Team diesmal nicht die Nerven und agierte weiterhin konzentriert und zielstrebig. Leonie Wäschenbach traf 1:17 Minuten vor dem Ende zum Ausgleich und Sinah markierte acht Sekunden vor dem Ende sogar den 2:1-Siegtreffer. Nach dem Bochum-Spiel reichte den Freudenbergerinnen dann ein 0:0 gegen SuS Concordia Flaesheim und das bereits erwähnte 0:1 gegen die Warendorfer SU um das Viertelfinalticket zu buchen.

Ab dem Viertelfinale schienen unsere Mädchen dann den Turbo zu zünden. Nahezu alles, was in den letzten Wochen erarbeitet wurde, wurde positiv umgesetzt. Darüber hinaus kamen großer Zusammenhalt und Wille hinzu. Allein die Tatsache, dass mit den 19 mitgereisten Spielerinnen fast alle Spielerinnen anwesend waren, um das Team zu unterstützen, war ein großer Baustein des Erfolgs. Gegen Warendorf im Viertelfinale (2:0, Nele Müller, Hayat Jaber) und gegen Regionalligist Herforder SV (2:0, Merle Uebach, Leonie Wäschenbach) im Halbfinale ließ man den Gegner kaum eine Chance, so dass trotz der kleinen Handballtore verhältnismäßig klare Ergebnisse erzielt wurden.

Im Endspiel trafen unsere Mädchen dann auf Bundesligist FSV Gütersloh, der das Hallenmasters in den letzten drei Jahren jeweils für sich entschieden hatte. Schnell stellte sich heraus, dass diese Aufgabe noch etwas schwieriger würde, denn schon nach kurzer Zeit ging Gütersloh per Flanke und Kopfball (!) in Führung. Aber wie schon gegen Bochum kam Freudenberg durch einen Treffer von Eileen Roeser früh wieder zurück ins Spiel. Im Anschluss daran gab es gefährliche Szenen auf beiden Seiten und vielleicht stellte sich der ein oder andere Zuschauer schon auf ein 6-Meter-Schießen ein.

Aber an diesem Tag waren unsere Mädchen einfach zu stark und konzentriert und agierten darum weiter mutig und zielstrebig auch nach vorne. 1:30 Minuten vor dem Ende fing Rosa Schellmann einen Ball ab und spielte direkt steil auf die freie Nele Müller (links), die den Ball ebenfalls direkt vor das Tor auf Hayat Jaber spielte. Die schob mit den Ball mit ihrem „schwachen“ rechten Fuß flach an der heraus eilenden Torhüterin in die Maschen. Die Freudenberger Auswechselbank explodierte förmlich vor Freude, während die vier Spielerinnen auf dem Feld schnell ihre Fassung wiederfanden und das Spiel anschließend mit Kampf und Cleverness ins Ziel brachten. Die letzten vier Sekunden wurden runter gezählt und dann brachen bei den Mädchen alle Dämme. Es flossen haufenweise Freudentränen und die Fortuna-Eltern sangen For-for-for-for-for-for-for-tu-tu-tu-tu-tu-tu-tu-na-na-na-na-na-na-na Forza Fortuna!

„Unglaublich, dass wir zweimal gegen die Bundesligisten jeweils noch so erfolgreich zurückkommen. Wir können es selber kaum glauben, was unsere Mädchen für tollen Fußball gespielt haben und wir sind unfassbar stolz auf die fantastische Leistung", schwärmte das Trainerteam nach dem Turnier.

Wir bedanken uns für die zahlreichen Glückwünsche und freuen uns darüber, dass sich so viele gemeinsam mit uns über diesen tollen Erfolg mitgefreut haben. Außerdem bedanken wir uns bei Arminia Ibbenbüren, die das Turnier wieder bestens organisiert haben.

Weitere Fotos gibt's unter: https://www.facebook.com/svfortunabjuniorinnen/

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