Gerechtes Unentschieden im Topspiel

 Freudenbergs Sophie Kielmayer im Zweikampf mit einer Spielerin des FSV Gütersloh.

Freudenbergs Sophie Kielmayer im Zweikampf mit einer Spielerin des FSV Gütersloh (Foto: Reinhold Becher)

B-Juniorinnen Westfalenliga: SV Fortuna – FSV Gütersloh 2. 1:1 (1:0). Nach den bisherigen Ergebnissen sah die Rollenverteilung vor dem Spitzenspiel der Westfalenliga (Erster gegen Zweiter) wie folgt aus. Gütersloh ging mit zwei deutlichen Siegen und einem Remis gegen Bielefeld als leichter Favorit in die Partie, weil die Zweitvertretung der Bundesligamannschaft endlich mit den anderen Topvereinen gleichziehen möchte und in die Regionalliga aufsteigen möchte.

Das Spiel musste leider mit 20 Minuten Verspätung angepfiffen werden. Der angesetzte Schiedsrichter Benedikt Schneider war ohne sich zu melden nicht erschienen. Nach einigen Gesprächen wurde entschlossen, dass mit Lukas Volkmann ein Trainer der Gäste die Leitung der Partie übernahm. Es sei vorweggenommen, dass er seine Sache gut machte. An dieser Stelle vielen Dank für die sportlich faire Leitung. Das schafft mit Sicherheit nicht jeder bei so einem Spiel möglichst neutral zu bleiben!

Für die Freudenbergerinnen begann die Begegnung ideal. Nach dem Anstoß brachte Celine Mankel Sinah Wüst mit einem langen Ball gut ins Spiel. Da der Ball beim Klärungsversuch der Gütersloher Torhüterin von der eigenen Mitspielerin abprallte, brauchte Sinah Wüst den Ball nach wenigen Sekunden Spielzeit nur noch über die Linie zu schieben (1.).

Der Führungstreffer schien den Fortuna-Mädchen aber zunächst nicht gut zu tun. Sie schienen ein wenig nervös zu sein, so dass sich Gütersloh in den ersten 20 Minuten mehr Spielanteile erspielte und Mitte der ersten Halbzeit auch zu einem Pfostentreffer kam. Trotzdem brachten die Freudenbergerinnen die Gütersloher Hintermannschaft durch frühes Stören beim Spielaufbau immer wieder in Bedrängnis. Und beinahe hätte ein weiterer Ballverlust der Gäste beim Spielaufbau mit weit aufgerückter Torhüterin auch zum zweiten Freudenberger Tor geführt, aber eine Abwehrspielerin konnte den Freudenberger Schuss aufs leere Tor noch verhindern. Zum Ende der ersten Halbzeit bekamen die Fortuna-Mädchen das Spiel dann etwas besser in den Griff. Torchancen sprangen dann aber nicht mehr heraus.

Nach dem Seitenwechsel kam Gütersloh wieder etwas besser ins Spiel. In der einen oder anderen Situation kamen die Freudenberger Mädchen nun zu spät und der Gegner hatte so immer wieder Raum sich zu drehen. Zwar entstanden dadurch zunächst keine Torchancen, aber Gütersloh hatte wieder etwas mehr vom Spiel. Nach knapp einer Stunde passierte es aber dann doch. Im Spielaufbau wurde der Ball leichtfertig verloren. Die starke Gütersloherin Lena Strothmann bekam den Ball auf außen zugespielt. Aus einer fast gefahrlosen Außenposition schaffte sie es einen gefährlichen Schuss abzugeben, den die Fortuna-Torhüterin nur noch ins eigene Tor abfälschen konnte.

In der Schlussphase wurde es daraufhin nochmal hektisch. Es ergab sich ein offener Schlagabtausch, in dem beide Teams nochmal versuchten nach vorne zu spielen. Am Ende blieb es aber beim gerechten 1:1. Beide Mannschaften hatten in verschiedenen Aspekten ihre Vorteile.

Da der Drittplatzierte Union Wessum sein Spiel in Emsdetten mit 7:2 gewann, rutschten Gütersloh und Freudenberg auf Platz 2 und 3 ab. Am nächsten Sonntag müssen die Freudenberger Mädchen zum Aufsteiger nach Silschede reisen.

SV Fortuna: Postler, Münker, H. Pies, Schellmann, Böhme, Wüst (Roeser), Wäschenbach, Mankel, Feibel (Jaber), Eckstein (Uebach), Kielmayer (Redzaj)

Vielen Dank an Reinhold Becher für das Foto. Weitere Bilder unter: https://www.facebook.com/svfortunabjuniorinnen/