„Einfach unser Ding machen!“

Seit Sommer 2013 schnürt unsere #31 Vanessa Schöbel nun schon ihre Fußballschuhe für die Fortuna. Nach zwei Jahren bei den B-Juniorinnen bestreitet sie nun bereits ihre dritte Saison für die erste Damenmannschaft. Vanessa hat sich inzwischen zu einer absoluten Leistungsträgerin entwickelt, seit Sommer ist sie auch Kapitänin der Fortuna. Im Interview spricht die 20-Jährige über die Entwicklung ihrer Mannschaft, über Stärken und Schwächen und über das Pokalspiel gegen Siegen.

Hallo Vanessa, wie geht’s dir?

Vanessa Schöbel: Bis auf ein paar kleiner Blessuren, die im Fußball ja nicht ausbleiben, geht es mir ganz gut.

Nach guten Leistungen gegen Hohenlimburg, Waldesrand-Linden und Dorstfeld, lief es gegen Iserlohn trotz des 2:0-Erfolgs nicht so gut. Wie erklärst du dir das?

Schöbel: Diesen Sonntag war praktisch alles anders und wir konnten unsere Leistung nicht so abliefern wie in den vorherigen Spielen. Wir haben den Ball viel zu lange gehalten, zu hektisch und ohne Ordnung gespielt. Dafür haben wir unsere Chancen dieses Mal aber besser genutzt. Zum Glück hat Laura kurz vor der Halbzeit das 1:0 geschossen, denn sonst wäre das Spiel gewiss anders ausgegangen.

Wie bewertest du die generelle Entwicklung der Mannschaft? Wo habt ihr euch verbessert und was muss noch besser werden?

Schöbel: In den letzten Wochen und Monaten ist mir vor allem aufgefallen, dass unsere Kommunikation besser geworden ist. Bei manchen Spielen sind wir zwar noch zu ruhig, aber ich denke, dass wir da auf einem guten Weg sind. Außerdem haben wir uns alle technisch verbessert und Selbstbewusstsein getankt. Woran wir alle, mich eingeschlossen, noch arbeiten müssen ist die Chancenverwertung. Wir brauchen einfach zu viele Torschüsse, um ein Tor zu erzielen. Da sind uns manche Mannschaften noch voraus, da sie aus ein oder zwei Chancen auch direkt ein Tor machen.

Und wie siehst du deine persönliche Entwicklung? Wo liegen deine Stärken und Schwächen?

Schöbel: Eine meiner Stärken ist meine Beidfüßigkeit. Schon früh in der Jugend habe ich Pässe mit links gespielt oder den Torabschluss mit links gesucht. Das kommt mir jetzt zu Gute und macht mich variabel. Weitere Stärken sind mein Ehrgeiz und der Einsatz, den ich in den Spielen zeige. Da ist mir kein Weg zu schade und ich gehe selbst zu Bällen hin, die eigentlich schon fast im Aus sind. Doch gleichzeitig steht mir mein Ehrgeiz auch oft im Weg, denn wenn das Spiel nicht so wie geplant für uns läuft, mache ich oft zu viel und gehe unnötige Wege. Da muss ich noch ruhiger werden und mich auf meine Aufgaben und meine eigene Position konzentrieren. Außerdem muss ich vor dem Tor abgebrühter werden und meine Torchancen besser nutzen.

Beim Training seid ihr immer zwischen 16 und 20 Spielerinnen. Macht das Training dann besonders viel Spaß?

Schöbel: Ja, auf jeden Fall. Dadurch, dass wir inzwischen fast immer mit dem nahezu kompletten Kader trainieren steigt auch der Konkurrenzkampf untereinander, da jeder ja von Anfang an spielen und sich zeigen möchte. Dadurch hat sich auch unsere Trainingsqualität deutlich gesteigert.

Was zeichnet euch neben der guten Trainingsbeteiligung und dem Fleiß als Mannschaft aus und was traust du euch im restlichen Saisonverlauf noch zu?

Schöbel: Unser Zusammenhalt. Ich kenne nur wenige Mannschaften, wo alle Spielerinnen so eine gute Beziehung zueinander haben. Wir sind auf jeden Fall einer der Ligafavoriten und ich traue uns den Aufstieg auch zu. Klar ist aber auch, dass das noch eine ziemlich knappe Kiste werden wird. In der Liga kann jeder jeden schlagen und wir müssen so viele Punkte wie möglich mitnehmen.

Am Mittwoch kommt es wieder zum Duell gegen die Sportfreunde. Freust du dich schon auf die Partie?

Schöbel: Auf jeden Fall, zumal ich letztes Jahr aufgrund von Abiturklausuren im Finale nicht spielen konnte. Das Spiel ist auf jeden Fall wieder eines unserer Saison-Highlights und ich freue mich schon seit Wochen auf diese Begegnung. Die Motivation ist bei jedem da, wir müssen jetzt einfach nur noch unser Ding machen. Und dass wir Sportfreunde schlagen können, haben wir ja schon letztes Jahr gezeigt!

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