Zweiter Platz beim Schulze-Cup

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Der FC Eiserfeld sicherte sich letztlich verdient, wenn auch mit einem knappen 4:3-Erfolg über Gastgeber Fortuna Freudenberg den Siegerpoka beim Sport-Schulze-Cup und hatte in Marc Steffen Freund (sechs Treffer) auch den besten Torschützen in den eigenen Reihen, was mit einem Fünf-Liter-Fässchen Gerstensaft belohnt wurde. Kleiner Trost für die Fortunen: Keeper Jonas Büdenbender wurde zum besten Torhüter der Veranstaltung benannt.

171229schulze2Erstmals richtig „heiß“ wurde es in der Sporthalle am Schulzentrum im letzten Spiel der Vorrundengruppe A, als es für den SV Ottfingen um das „Weiterkommen“ ging und Kevin Weyerke mit seinem Fallrückzieher der Marke „Tor des Jahres“ um 19.33 Uhr nicht nur die etwa 150 Zuschauer, darunter auch Paderborn-Profi Sven Michel und Sportfreunde Siegen-Trainer Dominik Dapprich, zum Verzücken brachte, sondern mit dem 2:2 gegen den FC Eiserfeld seinen SVO auch ins Halbfinale katapultierte. Die Eiserfelder hatten sich zuvor durch zwei überzeugende Siege gegen RW Hünsborn (4:2) und den SV Rothemühle (5:1) an die Spitze geschossen, wobei insbesondere der Erfolg über den SVR stark herausgespielt war, denn der FCE schenkte dem Gegner trotz zweiminütiger Zeitstrafezwei „Kirschen“ ein und führte so rasch mit 3:0, wobei der Kreisligist in dieser Partie jegliche Struktur vermissen ließ und am Ende auch mit 3:12 Toren und keinem Punkt die Segel streichen musste. Grämen mussten sich die SV-Schützlinge von Andreas Nowak freilich nicht, denn auch Landesligist, Gemeinde-Nachbar und Vorjahressieger Rot-Weiß Hünsborn schied als ranghöchstes Gruppenmitglied in der Vorrunde aus.

Ebenfalls hitzig ging es in der Gruppe B im vorletzten Spiel zu, als der FC Lennestadt gegen Gastgeber Fortuna Freudenberg, der sich zuvor durch zwei Erfolge über den Bezirksligisten SuS Niederschelden (2:0) und den 11:2-Kantersieg über den Landesligisten TuS Erndtebrück 2. aufgrund des starken Torverhältnisses schon für das Semifinale qualifiziert hatte, bis sieben Sekunden vor Ende mit 4:3 führte und mit diesem Resultat ebenfalls eine Runde weiter gewesen wäre. Ein sehr schnell ausgeführter Freistoß, den Steffen Freitag über die Linie drückte (obwohl auch der Referee noch auf dem Kunstrasen verweilte und noch in Diskussionen verwickelt schien), bescherte den „Fleckern“ das 4:4 und ließ die Westfalenliga-Kicker enttäuscht zurück. Dieses wiederum war wohl bewusst, dass die Erndtebrücker Reserve im letzten Match gegen die bis dahin mit zwei Niederlagen behafteten Schelder eher nicht straucheln würde. Die Wittgensteiner gewannen am Ende auch mit 5:3 und sicherten sich so das Weiterkommen.

171229schulze3Hier war dann aber Endstation für die Jungs vom „Pulverwald“, die sich dem FC Eiserfeld deutlich mit 1:7 geschlagen geben mussten. Der FCE besaß gestern einfach den besten Mix aus schnellem, trickreichem Hallenfußball und geschicktem Zweikampfverhalten. Das zweite Halbfinale verlief hingegen ausgeglichener – und die Emotionen kochten mächtig über im Duell zwischen Fortuna Freudenberg und SV Ottfingen, die räumlich ja auch nur wenige Kilometer trennen.

Nachdem Andreas Rehband und Manuel Söhler (2) die Wolf-Truppe bei einem Gegentreffer von Kevin Lopata rasch mit 3:1 nach vorne gebrachte hatten, kochte die Halle: Ottfingens Weyerke hatte zurecht eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe erhalten, sprang dann aber wütend über die Bande vor dem Schiedsgericht. Die Folge: Rot! „Da gibt es keinen Spielraum“, meinte Schiedsrichter Jonathan Lautz, „zweimal zwei Minuten nacheinander gibt es nicht.“ Das war extrem bitter für den SVO, der sich ungerecht behandelt fühlte, eine weitere Zeitstrafe gegen Daniele Valido quittieren musste und in zweifacher Unterzahl durch Rehband „K.o.“ ging. Das zweite Kevin Lopata-Tor war nur noch Ergebniskosmetik. Immerhin: Das Neunmeterschießen um Platz 3 gewann die Elf vom „Siepen“ gegen Erndtebrück 2.

„Das ist die beste Mannschaft“, erkannte Fortuna-Coach Maik Wolf schon nach den Halbfinals und meinte Endspiel-Gegner FC Eiserfeld, der das Finale nach einem munteren „Kick“ durch die „Buden“ von Ruben Balthasar, Lukas Weber und Freund (2) mit 4:3 gewann. Für die Fortuna trafen Dustin Holzhauer, Steffen Freitag und Steffen Heimel, der sieben Sekunden vor Ende frei vor FCE-Keeper Max Schneider auftauchte. Mit einer tollen Parade verhalf der Eiserfelder Torhüter seinem Team dann aber zum Turniersieg.

(Text: FuPa Südwestfalen)

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